Britta Schönhofen

 

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Die Sache mit dem Hundeführer

Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Mensch zu machen. Ziehen Sie stattdessen doch mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.

(Edward Hoagland)

Die menschliche Familie ist der soziale Verband des Hundes. In der Regel halten wir einen Hund, vielleicht auch mal zwei.

Die Spitze des Verbandes bildet der Hundehalter. Ein guter Hundehalter ist kein Choleriker, der seinen Hund als Sportgerät nutzt, draufhaut wenn er zu dumm ist, seinen Hund zu verstehen und seine Launen an ihm auslässt!

Ein guter Hundehalter ist souverän, ruhig und gelassen. Bei einem guten Hundehalter werden sich Hunde anlehnen, weil er Sicherheit gibt und sie sich auf ihn verlassen können.

Ängstliches, wütendes oder gar aggressives Auftreten in Krisensituationen interpretieren Hunde höchstens als Schwäche. Und wer kann und will sich schon auf eine schwache Führungsperson einlassen?

Man kann in die Tiere nichts hinein prügeln, aber man kann manches aus ihnen heraus streicheln.

(Astrid Lindgren)

Ein Hund braucht jemanden, von dem er denkt: auf dich kann ich mich verlassen, du weißt immer was zu tun ist, du tust mir nichts – und deshalb darfst du mich führen. Mit Gewalt und Unterwerfung, wird man sich niemals an die Spitze setzen. Durch Schläge, lautes Geschrei oder "Berammeln" des Hundes, damit er weiß wer der „Herr im Haus“ ist, wird man NIEMALS ein gutes Team mit seinem Hund.

Es ist Blödsinn zu glauben, dass wir einfach nur eine Hundemutter oder gar den Wolf nachahmen müssen, um ein guter Hundeführer zu sein. Hunde sind Meister im Lesen der Körpersprache des Menschen – Schauspielerei bringt da gar nichts.

Auch darf man nicht alles glauben, was die TV-Stars unter den Hundetrainern erzählen, denn Tatsache ist: Wir können gar nicht der „Rudelführer“ unserer Hunde sein, weil unsere Hunde nämlich genau wissen, dass wir keine Hunde sind, sondern Menschen. Aber selbst, wenn sie uns als „Rudelmitglieder“ akzeptieren würden, gilt das Konzept des „Rudelführers“, wie es gemeinhin verstanden wird, bei Verhaltensbiologen, Verhaltenstierärzten, Trainern und  Verhaltens-
wissenschaftlern als längst überholt.

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.

(Mahatma Gandhi)